Bereits am Freitag reiste die SG Lauter nach Kempten an, um am Abend eine erste Trainingseinheit zu absolvieren. Danach ging es zu den Quartieren nach Pfronten. Ein Dank geht an dieser Stelle an den früheren Mitspieler und Neu-Allgäuer Marc Stahl, der die komplette Organisation des Wochenendes perfekt übernommen hatte. Die Mannschaft nächtigte in Top-Ferienwohnungen, während der Trainer- und Betreuerstab bei Marc Stahl mit Blick auf die Berge unterkam.
Am Samstag machte sich die Mannschaft zu einem langen Turnier nach Kempten aus. Bereits um 9 Uhr startete das erste Spiel gegen den Gastgeber vom TSV Kottern. Bereits nach wenigen Minuten machte deren Spielmacher Marc Stahl seine Drohung vom Vorabend war und setzte in gewohnter Manier seinen gefürchteten Wackler an. Der nicht genannt werden wollende Abwehrspieler der SG Lauter blieb nur der Blick auf die Stahl'sche Rückennummer - es sollte aber einige der wenigen "negativen" Momente der SG Lauter sein. Zwar tat sich der Favorit gegen den bayerischen Bezirksoberligisten lange Zeit schwer, siegte am Ende aber doch verdient mit 10:8.
In den folgenden Gruppenspielen konnte sich die Gäste aus Württemberg immer mehr steigern. Mit 15:9 war es gegen Langenargen eine klare Sache, ehe sich das Team von Trainer Riethmüller gegen Schwabing mit einem 3-Tore-Sieg den Gruppensieg sicherte.
Im Halbfinale liesen die Lautertäler dem Bezirksoberligisten aus Dietmannsried beim 17:8 Sieg keine Chance und überzeugten die Zuschauer mit einer schnellen und attraktiven Spielweise. Eine deutlich engere Sache wurde es dann im Endspiel gegen den Landesligisten TSV Friedberg 2, der mit einem überzeugenden Auftreten sicherlich zu den Aufstiegsfavoriten in die höchste bayerische Spielklasse gehören dürfte. In einem hart umkämpften Spiel musste die SG Lauter zu später Abendstunde nocheinmal alles aus sich herausholen, um am Ende den verdienten Turniersieg feiern zu können.
Es war ein schöner Abschluss unter eine letztendlich gute Vorbereitung. In allen Spielen zeigte die SG Lauter neben einer guten Fitness, eine wirklich sehenswerte Angriffsleistung, sowie eine läuferisch und taktische starke Defensive. Es scheint so, als ob sich in diesem Jahr eine junges und eingespieltes Team zusammengefunden hat, das mit einer deutlich besseren Spielweise die Zuschauer wieder für sich gewinnen könnte.
Doch die Leistungen der Vorbereitung gehören bereits wieder der Vergangenheit an. Denn bereits heute Abend wirft die neue Saison mit der ersten Runde des HVW-Pokals in Hofen seine Schatten voraus. Richtig ernst wird es dann am kommenden Samstag, wenn zum ersten Heimspiel der TSB Schwäbisch Gmünd zum Derby erwartet wird. Die Gmünder hegen zwar offiziell in dieser Saison keine Aufstiegspläne, geben aber mindestens den 4. Platz als Saisonziel. Und zusammen mit Weinsberg, der neuen Bundesliga-Reserve von Göppingen, sowie den hochwertig verstärkten Heiningern, dürfte die Mannschaft von Kölle-Nachfolger Rascher sicherlich wieder zu den Top-Mannschaften der Württembergliga Nord zählen.









